Ich hab das Buch nun zu Ende gelesen und muss sagen, dass ich vom Ende irgendwie etwas enttäuscht war, weil nichts Gravierendes passiert war. Man muss sich selber vorstellen, was danach genau passieren könnte. Kommt der Vater nun wirklich zurück oder nicht? Wahrscheinlich schon. Und trotzdem hat sich was geändert. Die Mutter wirft die Muscheln weg und ist nicht ans Telefon gegangen. Dies waren die Ersten Schritte in ihre Selbstständigkeit. Und doch ist offen, ob sie bei dieser Meinung bleibt. Oder fällt sie, wenn der Vater wieder da ist, in ihr altes Verhalten zurück und stellt sich um? Diese offenen Enden gefallen mir nicht so…
Dann hat man noch eine andere Seite vom Vater kennengelernt. Er hatte sich für seine Mutter geschämt, obwohl sie gar nichts Böses gemacht hat. Das passt noch zu seiner Einstellung. Aber dass er sich im Zimmer eingeschlossen hat und getrauert hat, hat mich extrem überrascht. Er hatte sie also doch als Mutter anerkannt und geliebt. Nach Aussen muss er einfach den starken Mann spielen, andererseits ist er ziemlich sensibel. Aber dies darf natürlich niemand erfahren. Es wäre ja eine Schande für ihn! Dieser Mann hat einfach Probleme mit sich selber und dies muss er auf die anderen abschieben. Das zeigt sich unter anderem darin, dass er seine Kinder schlägt. Und dann denkt er noch, er sei ein guter Familienvater...
Es ist erstaunlich, dass Birgit Vanderbeke so viel vom Leben der einzelnen Personen in die Geschichte einbringen kann, indem sie aber trotzdem nur ein paar Stunden umschreibt. Hinterher bemerkt man, dass in der richtigen Zeit überhaupt nichts geschehen ist, ausser Weintrinken und Muschelnanstarren. Auch wie sie das Ganze gestaltet hat mit diesen speziellen Sätzen, ist Geschmacksache. Ich finde es gut, dass wir mal so ein Buch gelesen haben. Aber auf Dauer müsste ich es nicht haben.
Dann hat man noch eine andere Seite vom Vater kennengelernt. Er hatte sich für seine Mutter geschämt, obwohl sie gar nichts Böses gemacht hat. Das passt noch zu seiner Einstellung. Aber dass er sich im Zimmer eingeschlossen hat und getrauert hat, hat mich extrem überrascht. Er hatte sie also doch als Mutter anerkannt und geliebt. Nach Aussen muss er einfach den starken Mann spielen, andererseits ist er ziemlich sensibel. Aber dies darf natürlich niemand erfahren. Es wäre ja eine Schande für ihn! Dieser Mann hat einfach Probleme mit sich selber und dies muss er auf die anderen abschieben. Das zeigt sich unter anderem darin, dass er seine Kinder schlägt. Und dann denkt er noch, er sei ein guter Familienvater...
Es ist erstaunlich, dass Birgit Vanderbeke so viel vom Leben der einzelnen Personen in die Geschichte einbringen kann, indem sie aber trotzdem nur ein paar Stunden umschreibt. Hinterher bemerkt man, dass in der richtigen Zeit überhaupt nichts geschehen ist, ausser Weintrinken und Muschelnanstarren. Auch wie sie das Ganze gestaltet hat mit diesen speziellen Sätzen, ist Geschmacksache. Ich finde es gut, dass wir mal so ein Buch gelesen haben. Aber auf Dauer müsste ich es nicht haben.